MedAustron - Zentrum für Ionentherapie und Forschung in Wiener Neustadt

Mit MedAustron entsteht in Wiener Neustadt eines der modernsten Zentren für Ionentherapie und Forschung in Europa. Nach der Fertigstellung des Zentrums werden im Vollbetrieb bis zu 1.400 Patientinnen und Patienten jährlich mit dieser zukunftsweisenden Form der Strahlentherapie behandelt. Zusätzlich zur klinischen Forschung bietet das Zentrum die Möglichkeit für nicht-klinische Forschung.

Für mehr Informationen zum medizinischen Betrieb siehe: www.medaustron.at

Für mehr Informationen zur nicht-klinischen Forschung siehe: www.medaustron-research.at

 

In der Vergangenheit wurden in dieser Thematik die folgenden Projekte umgesetzt:

Regionale Zusammenarbeit für Ionentherapie – RegIonCo

Reg Ion Co Logo

Projekt im Rahmen des EU ETZ Programms zur grenzüberschreitenden Kooperation Österreich – Ungarn 2007-2013

Laufzeit: 07/2008 bis 03/2012 – erfolgreich abgeschlossen

Leadpartner: EBG MedAustron

weitere Partner: EBG MedAustron Hungary, PEG MedAustron, Regionaler Entwicklungsverband Industrieviertel, Austrian Institute of Technology, Markusovszky Krankenhaus Szombathely, Koranyi Institut, Nationales onkologisches Institut Ungarn, Sopron MVJ Erzsébet Krankenhaus

Nahe der österreichisch-ungarischen Grenze wird in Wiener Neustadt die mitteleuropäische Ionenbestrahlungsanlage MedAustron errichtet, die einerseits der Behandlung von Tumorpatienten dient, andererseits klinische und nichtklinische Forschungsaktivitäten ermöglichen soll. Um die positiven regionalen Auswirkungen dieser medizinischen Hightech-Anlage optimal nutzen zu können, erfolgte im Rahmen des österreichisch-ungarischen Projektes RegIonCo eine Weiterentwicklung und Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Österreich und Ungarn. Dies geschah in den folgenden Themenbereichen:

  • Wissenschaftlich-forschungsmäßige Zusammenarbeit und Information potentieller Nutzer.
  • Gemeinsame Implementierung eines transnationalen Bild- und Bestrahlungsdatenmanagementsystems zur elektronischen Anbindung einzelner Behandlungszentren in Österreich und Ungarn.
  • Logistische Anforderungen zur Patientenentsendung beidseits der Grenze.
  • Information von regionalen Betrieben und der Öffentlichkeit.

Durch die Belebung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeiten durch RegIonCo entstanden gut aufeinander abgestimmte und untereinander verbundene Netzwerke, die auch nachhaltig funktionieren.

Designstudie

Med Austron Logo Klein

In den Jahren 2002 bis 2007 wurde von einem Team engagierter Wissenschafter in der FOTEC und in Zusammenarbeit mit internationalen Experten eine Designstudie für MedAustron erarbeitet. Das in Buchform erschienene Werk umfasst die folgenden Kapitel:

  • Motivation
  • Medizinische Indikationen und Bedarfsanalyse
  • Medizinischer Betrieb
  • Beschleunigeranlage und Betrieb
  • Bau und Infrastruktur
  • Realisierungsmodelle

Med Austron Designstudie Klein

Die erste Version erschien im Jahr 2004 (ISBN 3-200-00141-0), die zweite überarbeitete Auflage im Jahr 2007 (ISBN 978-3-200-00932-5). Exemplare können zum Stückpreis von € 100,-- exkl. MWSt. erworben werden. Anfragen sind bitte per Email an office@fotec.at zu richten.

Med Austron Layout Klein

Das Beschleunigerlayout zum Zeitpunkt der Designstudie umfasste vier medizinische Behandlungsräume und zwei Bestrahlungsräume für die nichtklinische Forschung. Zwei der medizinischen Behandlungsräume sind mit Gantries ausgestattet, sogenannten drehbaren Bestrahlungsanlagen, die es ermöglichen den Behandlungsstrahl aus beliebigen Richtungen auf den Tumor zu richten. Bis auf den Behandlungsraum mit der Protonengantry, der lediglich für den Betrieb mit Protonen vorgesehen ist, können alle anderen Bestrahlungsräume sowohl mit Protonen als aus mit Kohlenstoffionen verwendet werden.

CVD-Detektor

Im Rahmen des MedAustron Projekts wurde auch ein Strahlmonitor auf Basis eines CVD-Diamant-Detektor samt der entsprechenden Auswerteelektronik etnwickelt.